Tagebuch › 10. Mondumlauf im 5. Jahr nach dem Fall Lordaerons

Galbor ist von uns gegangen

Galbor Valorcrest ist von uns gegangen. Nein, er ist nicht gegangen, er wurde uns genommen. Wir waren zu Besuch auf unserem Stammsitz im Arathihochland, als eine Gruppe marodierender Trolle unseren Hof überfiel. Der Angriff wurde von den Wachen eigentlich schnell zurückgeschlagen, aber Galbor wurde bei dem Versuch, die Scheune zu löschen, von einem vergifteten Pfeil getroffen.

Drei Tage und drei Nächte kämpfte sein Körper gegen das Gift an, um ihm am Ende doch zu unterliegen. Der Zwerg Galbor, das erste Ziehkind Aldrics, hat das Haus Valorcrest nach dem Tod Aldrics geführt. Der Frieden in Stormwind sollte uns nach den Schrecken des letzten Krieges ein ruhiges Leben bescheren. Der Tod Galbors hat uns auf eine schreckliche Weise daran erinnert, dass der Frieden, auch wenn gerade kein Krieg herrscht, trügerisch war und ist und wohl auch weiter bleiben wird.

Die Horde ist zu einer ständigen Bedrohung geworden und wann immer Horde und Allianz aufeinandertreffen, fließt Blut. Und dies ist nicht einmal die größte Gefahr. Seit einiger Zeit kursieren unheilvolle Gerüchte in den Straßen Sturmwinds und die Aufrüstung sowie die grimmigen Gesichter der Stadtwachen legen die Vermutung nahe, dass an den Gerüchten mehr wahr sein könnte, als wir denken.

Südlich von Theramore soll ein Drache sein Unwesen treiben, es wird von schrecklichen Gräueltaten in den Hügelgräberhöhlen der Nachtelfen berichtet und dem Land rund um den Hyjal-Gipfel wird die Kraft entzogen.

Der Tod Galbors nagt an mir und ich frage mich ständig, ob er, wären wir besser vorbereitet gewesen, noch leben würde.